Reviews by larsen1

Es ist ein düsteres, faszinierendes Konzeptalbum, das mit morbidem Charme und erzählerischer Wucht überzeugt. Jeder Song erzählt eine eigene, blutgetränkte Geschichte – mal schaurig, mal poetisch. Besonders herausragend ist das Duett „Where the Wild Roses Grow“ mit Kylie Minogue: eine verstörend schöne Ballade über Liebe und Tod, die unter die Haut geht. Die stilistische Vielfalt – von zarten Melodien bis zu apokalyptischem Lärm – sorgt für Abwechslung, auch wenn nicht jeder Track gleich stark zündet. Ein makaber-schönes Meisterwerk für Freunde des Abgründigen.

Es ist ein leidenschaftliches Debüt voller Energie, Soul und Haltung. Dexys Midnight Runners liefern hier ein Statement – roh, aufrichtig und musikalisch eigenwillig. Besonders Tracks wie „Geno“ oder „There, There, My Dear“ zeigen, wie viel Kraft in Bläsern und Überzeugung stecken kann.

Trotzdem: So sehr das Album auch beeindruckt, es erreicht für mich nicht ganz die emotionale Wucht und Eingängigkeit von „Come On Eileen“. Vielleicht liegt’s am Fehlen dieses einen magischen Moments, der alles überstrahlt. Stark, aber nicht überragend.

Melody A.M.Röyksopp

Rated 10/10

Melody A.M.“ ist ein atmosphärisches Juwel der elektronischen Musik. Röyksopp schaffen es, mit Tracks wie „Eple“ und „Poor Leno“ eine perfekte Balance zwischen verträumter Melancholie und tanzbarer Leichtigkeit zu finden. Jeder Song ist ein kleines Klanguniversum, das zum Träumen, Tanzen und Nachdenken einlädt. Die Produktion ist makellos, die Melodien bleiben im Ohr, und das Album wirkt auch über zwei Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung noch frisch und relevant. Ein absolutes Muss für Liebhaber elektronischer Musik. PS: der a Hammer ist von denen der DM Cover - Ice Machine 😊

AbraxasSantana

Rated 8/10

Ein faszinierender Mix aus Latin-Rock, Blues und Jazz. „Black Magic Woman“ und „Oye Como Va“ sind zeitlose Highlights, während „Samba Pa Ti“ pure Emotion transportiert. Die Band spielt mit Leidenschaft, Carlos Santanas Gitarre glänzt. Ein Klassiker – nur kleine Längen verhindern die Höchstwertung.

Die Frage ist nicht, ob die Katze beim Hören gestorben ist – sondern ob es Gnade war.
Dieses Album klingt, als hätte jemand Feedback zur Kunstform erklärt und vergessen, wieder aufzuräumen. Verzerrung, Dissonanz, ein 17-minütiger Krach-Monolith namens „Sister Ray“, der klingt wie ein Stromausfall im Irrenhaus.

Die Künstler wollten Noise – sie haben ihn bekommen. Avantgarde? Vielleicht. Hörbar? Kaum. Am Ende bleibt nur Stille. Und die klingt plötzlich wie Mozart.

Ein solides Album mit starken Momenten wie „Love and Affection“. Armatradings Stimme überzeugt, doch nicht alle Songs zünden. Klanglich typisch für die 70er – nicht alles schlecht, aber auch kein Meilenstein.

Es war schon schlimm, als ich sah, was kam … und es wurde schlimmer. Bitches Brew von Miles Davis ist ein wirres Klanggewitter, das sich in endlosen Improvisationen verliert. Statt musikalischer Tiefe gibt es hier nur chaotisches Durcheinander, das weder fesselt noch berührt. Die Stücke ziehen sich wie Kaugummi, ohne Richtung, ohne Struktur – ein Paradebeispiel dafür, wie man Jazz in ein unhörbares Experiment verwandelt. Für Fans von Harmonie, Melodie und musikalischer Klarheit ist dieses Album eine Tortur. Ein Meilenstein? Vielleicht. Aber einer, über den man lieber nicht stolpert.

Es wirkt es stellenweise wie ein überambitioniertes Klangexperiment, das sich in seiner eigenen Trägheit verliert. Der Groove, der eigentlich das Rückgrat des Funk und Soul jener Ära bildet, bleibt hier seltsam blutleer. Statt mitreißender Rhythmen und pulsierender Energie gibt es schleppende Beats, die eher einschläfern als mitreißen.

Sheet Music10cc

Rated 6/10

Solides aber unspektakuläre Songs der 70er ein wenig hui und ein wenig pfui.

Energiegeladen, kompromisslos und wegweisend: Mit „Master of Puppets“ lieferten Metallica 1986 ein Thrash-Metal-Meisterwerk ab, das bis heute als eines der einflussreichsten Alben des Genres gilt. Die acht Tracks strotzen vor technischer Präzision, düsterer Atmosphäre und musikalischer Wucht.

Herausragend ist der Titeltrack „Master of Puppets“, ein kreatives Epos voller Dynamik, das mit komplexen Riffs, abrupten Tempowechseln und gesellschaftskritischen Texten beeindruckt. Auch Songs wie „Battery“ und „Welcome Home (Sanitarium)“ zeigen die Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Unspektakuläres Album eines Musik Genres, dass ich nicht mag. Ich war froh, dass ich durch war, Pflicht erfüllt und freiwillig werde ich’s mir nie wieder anhören.

Trotz handwerklichem Können wirkt das Album wie ein endloser Jam: langatmig, zäh, ohne klare Höhepunkte. „Glad“ groovt noch, doch der Rest bleibt ein monotoner Chum-Chum-Trip ohne Richtung.

Die Songs verbinden zarte Melodien mit tiefgründigen Texten – von der melancholischen Schönheit von „Scarborough Fair/Canticle“ bis zur bissigen Gesellschaftskritik in „The Big Bright Green Pleasure Machine“. Die Arrangements sind filigran, die Harmonien berührend. Besonders „7 O’Clock News/Silent Night“ bleibt im Gedächtnis – eine eindrucksvolle Gegenüberstellung von Frieden und Realität. Ein Album voller Seele, das zum Nachdenken anregt und musikalisch begeistert 🤩.

Ein kraftvolles Soul-Album mit ikonischen Songs wie „Chain of Fools“ und „(You Make Me Feel Like) A Natural Woman“. Arethas Stimme glänzt, die Arrangements sind stimmig. Ein Klassiker – nur wenige Titel bleiben weniger im Gedächtnis.

21Adele

Rated 10/10

Eine Stimme – kraftvoll, verletzlich, unverkennbar – trägt jede einzelne Note mit einer emotionalen Tiefe, die unter die Haut geht. Dieses Album zeigt, wie persönliche Geschichten universelle Resonanz erzeugen können.

Was 21 so besonders macht, ist die durchgehende Qualität der Tracks. Jeder Song erzählt eine Geschichte, jeder Ton sitzt. Ob herzzerreißende Ballade oder souliger Midtempo-Track – Adele trifft immer den richtigen Ton. Es gibt keine Füller, keine Schwächen, nur musikalische Substanz.

Und natürlich die drei Songs für die Ewigkeit. “Rolling in the Deep”: Ein wuchtiger Opener, der mit seinem treibenden Beat und der aufgeladenen Wut zu einem modernen Klassiker wurde. “Someone Like You”: Reduziert auf Klavier und Stimme entfaltet dieser Song eine emotionale Wucht, die auch in Jahrzehnten noch berühren wird. “Set Fire to the Rain”: Dramatisch, hymnisch, unvergesslich – ein Song, der zeigt, wie Pop und Soul verschmelzen können. 😊

ThirdSoft Machine

Rated 4/10

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, diesem Werk eine Chance zu geben, aber leider war das ein Schuss in den Ofen. Wer hier musikalische Raffinesse oder wenigstens ein bisschen Harmonie erwartet, wird bitter enttäuscht. Das hat so viel mit Musik zu tun wie die Bibel mit dem Weihnachtsmann an Ostern – also rein gar nichts.

Die Komposition wirkt zusammengewürfelt, als hätte jemand wahllos Töne in einen Mixer geworfen und gehofft, dass dabei etwas Hörbares herauskommt. Die Texte? Entweder kryptisch ohne Tiefgang oder so platt, dass man sich fragt, ob sie aus einem Generator stammen. Selbst mit viel gutem Willen bleibt da nicht viel hängen – außer vielleicht ein leichtes Ohrenzucken.

Es zeigt Morrissey rockiger und bissiger denn je. Mit Glam-Rock-Einflüssen und scharfzüngigen Texten liefert er ein energiegeladenes Album voller Haltung. Ein starker Soloauftritt.

Achtung BabyU2

Rated 8/10

U2s radikaler Stilbruch: düster, elektronisch, emotional. Songs wie „One“ und „Mysterious Ways“ zeigen die Band auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität. Der deutsche Titel? Eine ironische Hommage an Berlin, wo das Album entstand – und ein Augenzwinkern zur eigenen Neuerfindung.