Es ist kein Experiment, sondern ein akustischer Trümmerhaufen – ein Album, das in seiner eigenen Finsternis versinkt und den Hörer gleich mit hinunterzieht.
Tom Waits hat hier ein Werk geschaffen, das klingt, als wäre es in einem Betonbunker mit rostigem Werkzeug eingespielt worden – was nicht einmal übertrieben ist: Das Album wurde tatsächlich in einem kargen Kellerraum mit „Zementboden und Warmwasserboiler“ aufgenommen, was seinen rauen, scheppernden Sound prägt Doch statt roher Magie entsteht ein Lärmgebilde, das sich selbst genügt und den Zuhörer außen vor lässt.
Die Songs kreisen obsessiv um Tod, Verfall und apokalyptische Bilder. Selbst die Balladen, die früher einmal Waits’ Rettungsanker waren, tragen hier eine nihilistische Schwere, die jede emotionale Regung erstickt. „A Little Rain“ mag poetisch gemeint sein, doch im Kontext dieses Albums wirkt es wie ein letzter, müder Seufzer inmitten eines endlosen Sturms aus Düsternis und Geräuschkulisse.
Die rohe Produktion, die absichtlich schiefe Instrumentierung, die überzeichneten Vokalattacken: All das ergibt ein Werk, das eher wie eine Parodie auf Tom Waits klingt als wie eine gescheitere Satire. Es bleibt ein Experiment, das sich selbst überschätzt – ein klappernder, lärmender Totentanz auf das vergeudete Talent eines mäßig begabten Künstler.